Zurück zur Startseite
3. Februar 2012

Gemischte Gefühle bei Bremer Auszubildenden nach dem Gespräch mit der Finanzsenatorin

Azibis des Landes Bremen bei der Finanzsenatorin

Flyer

Am Donnerstag, den 02. Feb. überreichten stellvertretend acht Auszubildende des Landes Bremen aus den Bereichen Hauswirtschaft, Industriemechanik und Verwaltung der Senatorin für die anstehende Tarifrunde ihre Forderungen und ein Sparschwein. 

Die Auszubildenden machten ihre Wut über die unterschiedlichen Ausbildungsbedingungen beim Land Bremen deutlich. Je nachdem welcher Tarifvertrag Anwendung findet, kann die Differenz bis 184 Euro brutto im Monat betragen. "Wir sind nicht Bremens Sparschwein", so eine Auszubildende im 3. Lehrjahr Hauswirtschaft, "die Senatorin selbst profitiert von unseren Dienstleistungen, da sie ab und zu ihre Caterings bei uns bestellt. Wir machen eine qualifizierte Ausbildung, das sollte sich auch in einer angemessenen Vergütung zeigen." Die Azubis hatten ein Transparent und einen Flyer mitgebracht.

Positiv werteten die Auszubildenden, dass die Senatorin sich Zeit für das Gespräch genommen und Verständnis für die Forderungen bekundet hat. Kritisch sahen sie Äußerungen, dass Bremen sparen müsse und ein öffentlicher Arbeitgeber nicht so viel Vergütung zahlen dürfe, da ansonsten der freien Wirtschaft die Auszubildenden davonliefen. Bei insgesamt 124 Ausbildungsplätzen aus weit mehr als 20 Bereichen sollte sich die Besorgnis der freien Wirtschaft in Grenzen halten, so die ver.di-Gewerkschaftssekretärin Ulrike Schilling. Auch das Sparargument lassen die jungen GewerkschafterInnen nicht gelten. "Wir nehmen Rot-Grün beim Wort", so Ulrike Schilling, "im Koalitionsvertrag wird direkt auf Seite 4 die Chancengleichheit durch gute Ausbildung als zentrales Ziel benannt."
sh / Presseerklärung ver.di