Bereits einmal hat der entschlossene und erbitterte Widerstand von Zehntausenden Hafenarbeitern die europäischen Häfen lahmgelegt und eine geplante Hafenrichtlinie zu Fall gebracht. Das könnte schon bald wieder so sein.
Denn entgegen jeder ökonomischen Vernunft versuchen Verkehrskommissar Kallas und seine neoliberale Gefolgschaft in der Europäischen Kommission die Neuauflage des gescheiterten „Port Package II“ zur globalen Deregulierung und „Liberalisierung“ der Hafendienste. So soll die neue EU-Richtlinie unter anderem das Löschen und Laden durch die eigenen Besatzungen ermöglichen. Für diese Seeleute gelten aber nicht die Hafentarifbedingungen. Damit werden die Tariflöhne unterlaufen und das Lohnniveau weiter nach unten gedrückt.
Die Hafenarbeiter haben in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen gegen Tagelöhnerei und für eine bessere Arbeitswelt gekämpft. All dies wird mit der Richtlinie zerschlagen. Port Package III führt zu Lohndumping und zu schlechteren Arbeitsbedingungen, treibt einen Keil zwischen Seeleute und Hafenarbeitern und hat einen ruinösen Wettbewerb zwischen und innerhalb der Häfen zur Folge. Deshalb steht DIE LINKE an der Seite der betroffenen Hafenabeiter und Seeleute und wird alles dafür tun, um Port Package III zu verhindern.
(ms)