Wie versprochen, sind die Auswahlentscheidungen für die vakanten Geschäftsführerstellen in den Bremer Kliniken gefallen. Es fällt auf, dass die neue Führung wieder vorwiegend aus der Privatwirtschaft kommt.
Es ist zu hoffen, dass Aufsichtsrat und Personalabteilungen der Bremer Kliniken ihre Personalentscheidungen mit mehr Sorgfalt treffen als bei der letzten Runde. Sie sollten sich auf jeden Fall das polizeiliche Führungszeugnis vorlegen lassen und sich beim letzten Arbeitgeber über die neuen Leute erkundigen. Zur Erinnerung: wegen dieser Versäumnisse sind den Kliniken ein Schaden von 10 Mio. € entstanden, ist der letzte KBO-Chef zu vier Jahren Gefängnis verurteilt und wird für Wolfgang Tissen, Chef der Holding Gesundheit Nord, der Prozeß wegen passiver Bestechung vorbereitet.
Noch eins: die Unternehmen Vivantes und Asklepios sind beide an der Projektierung und Planung für das PPP-Verfahren für das Klinikum Bremen-Mitte beteiligt. Und die Entscheidung über die "Standortsicherungserklärung" ist auch noch für dieses Jahr versprochen worden. Dann müssen sich die "Heuschrecken" überlegen, ob der 200-Millionen-Brocken attraktiv genug für sie ist. (sh)