Heute, 28. Oktober am frühen Nachmittag, teilte die Streikleitung der IG Metall in Oldenburg den Medien folgendes mit:
Atlas Maschinen GmbH: IG Metall setzt Streik in Ganderkesee fort
Die IG Metall hat beschlossen, den Streik im Ganderkeseer Atlas-Werk, zunächst
befristet bis zum 07. November 2010, fortzusetzen. "Da es bis heute kein Verhandlungsangebot der Geschäftsführung gibt, sind wir zu diesem Schritt gezwungen" erklärte Hartmut Tammen-Henke, Geschäftsführer der IG Metall Oldenburg.
Am Sonntag wird entschieden, ob eine Ausweitung der Streikmaßnahmen auch auf weitere Standorte erforderlich ist.
Im letzten Jahrzehnt war es gerade die IG Metall, die bei wirtschaftlichen Problemen der Atlas-Werke immer wieder Verantwortung und Augenmaß gezeigt hat. Wir mussten schmerzliche Eingriffe gestalten, um die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten.
Ein Personalabbau von 150 Beschäftigten in Ganderkesee war auf Grund der weltweiten Finanzkrise notwendig und wir haben durch Interessenausgleichs- und Sozialplangestaltung dran mitgewirkt. Bei der Einführung des Entgelttarifvertrages wurden niedrigere Einstiegsentgelte für neue Mitarbeiter vereinbart. Die Löhne und Gehälter liegen schon jetzt unterhalb der üblichen Tarifverträge der Metallindustrie.
Bei den Lagerarbeitern, die es bei Atlas noch gibt handelt sich um qualifizierte Facharbeiten, die u.a. umfangreiche Produktkenntnisse voraussetzen. Diese werden mit rd. 2.500 € angemessen entlohnt. Herrn Filipov geht es offensichtlich nicht um Wettbewerbsfähigkeit, sondern um einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil durch Dumping. In allen wichtigen Betrieben der Branche Baumaschinen werden Tariflöhne bezahlt. Die Beschäftigten wollen durch einen Tarifvertrag zwischen IG Metall und Atlas ihre Mindestarbeitsbedingungen gesichert haben. Herrn Filipovs Versprechungen sind zu oft gebrochen worden, so das das Vertrauen darauf nachhaltig gestört ist.
Die Betriebsräte sind im übrigen gar nicht in der Lage, tarifliche Regelungen mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren. Das verbietet ihnen das Betriebsverfassungsgesetz aus gutem Grund. Sie verweigern sich also nicht Verhandlungen mit Herrn Filipov, sondern halten sich im Gegensatz zu ihm an deutsche Gesetze.
Mit freundlichen Grüssen
IG Metall Oldenburg
Hartmut Tammen-Henke
- Geschäftsführer -