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7. Oktober 2008

Keine Kürzungen in der stadtteilbezogenen Kinder- und Jugendarbeit

Obwohl in Gröpelingen besonders viele arme Kinder leben, soll auch hier weiter gekürzt werden.

Nach dem sogenannten Anpassungskonzept der Sozialbehörde sollen die finanziellen Mittel zur stadtteilbezogenen Kinder- und Jugendarbeit weiter drastisch gesenkt werden - bis 2011 um 329.000 Euro. Dabei treffen die eklatanten Kürzungen des neuen Verteilungsschlüssels fatalerweise vor allem jene Stadtteile Bremens, in denen schon in der Vergangenheit die Grundversorgung in der Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Diese Art kurzsichtiger „Sanierungspolitik“ steht ganz in der Tradition des neoliberalen Umbaus der Großen Koalition von 1995 – 2007 und wird nun von Rot-Grün scheinbar nahtlos fortgesetzt. Sie führt auf geradem Weg zur weiteren sozialen Entmischung in Bremen und zur Verarmung der benachteiligten Stadtteile.

"Das von Rot-Grün revidierte Anpassungskonzept sieht nur auf dem Papier nach solider Haushaltspolitik aus. Die verdeckten Kosten hingegen schlagen sich nicht in Excel-Tabellen, sondern konkret im Stadtteil nieder.", sagt Klaus-Rainer Rupp, haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion. Mit anderen Worten: Wer bei präventiven Aufgaben kürzt, während die Kosten für die nachsorgende Kinder- und Jugendhilfe davonlaufen, nimmt hohe soziale Schulden in Kauf. DIE LINKE fordert, die Mittel für stadtteilbezogene Jugendarbeit um jährlich 700.000 Euro aufzustocken. Die Gegenfinanzierung soll aus den Zuwendungen an die Bremischen Sondervermögen und Gesellschaften erfolgen - schließlich liegen diese deutlich niedriger als im Haushalt geplant.

(ms)