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17. November 2010

"Gerecht geht anders - sozial ist anders"; ver.di-Aktion in Bremen am Freitag, den 19.11.2010

"Gerecht geht anders - sozial ist anders": Unter diesem Motto veranstaltet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Bremen eine Kundgebung am Freitagnachmittag ab 14:30 Uhr auf dem Marktplatz. Ab 14 Uhr ziehen die Demonstranten in zwei Demozügen vom Klinikum Bremen Mitte sowie vom Gewerkschaftshaus zum Kundgebungsort.

ver.di hat Beschäftigte aus Bremer Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Behinderten-, Jugend- und Drogenhilfe sowie der psychiatrischen Hilfen aufgerufen, ihren Unmut über die Arbeitsbedingungen in der Pflege, über weiteren Personalabbau und Arbeitsverdichtung und Entgeltkürzungen öffentlich kund zu  tun. Auf mobilen Litfaßsäulen und in Redebeiträgen auf der Kundgebung wird auf die Arbeitssituation in der Pflege hingewiesen.

ver.di-Fachsekretär Uwe Schmidt begründet den Aufruf zur Aktion: "Die Folgen der Finanzkrise kommen verzögert, dafür umso nachhaltiger im Gesundheits- und Sozialwesen an. Die Deckelung der Krankenhausausgaben, die weitere Deckelung der Ausgaben im sozialen Bereich in Bremen sowie fehlende Investitionsmittel sind nach den Einsparungen bei Hartz IV eine weitere Konsequenz von Schuldenbremse und Sparpaketen. Der wirtschaftliche Aufschwung wird im Gesundheits- und Sozialwesen als Personalabbau und sinkende Qualität in der Patientenversorgung ankommen.

Einkommenssteigerungen von bis zu 3%, wie sie Kanzlerin und Wirtschaftsminister aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs für angemessen erachten, werden für die Beschäftigten im sozialen Bereich eine Illusion bleiben. Sie werden davon nicht profitieren, im Gegenteil: Weiterer Arbeitsplatzabbau wird die Arbeit im Pflegebereich noch unattraktiver machen. Durch die Anhebung des Kranken- und Arbeitslosenversicherungsbeitrages sowie dem geplanten Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung bleibt erheblich weniger Netto vom Brutto im Geldbeutel. Soziale Arbeit wird weiter entwertet! Das ist weder gerecht noch sozial!"
(Pressemitteilung von ver.di v. 17.11.10)

Aufruf an die Beschäftigten in Krankenhäusern. WIR SIND Beschäftigte u.a. aus folgenden Betrieben: Klinikum Bremen-Mitte, Klinikum Links der Weser, Klinikum Bremen-Nord, Klinikum Bremen-Ost, Arbeiterwohlfahrt Bremen, DIAKO Krankenhaus GmbH, Friedehorst, Innere Mission der Diakonie, Egestorff-Stiftung, Assistenzgenossenschaft, DRK Bremen, Werkstatt Bremen, St.-Joseph-Hospital, Arbeitersamariterbund, AMEOS Klinik Dr. Heines, Friedehorst.