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8. November 2010

Ab Montag 6 Uhr: alle drei Atlas-Werke im Streik

Einsatz von Hubschraubern über dem Werk Ganderkesee. Foto: IG Metall

Die Streikleitung der IG Metall hat beschlossen, den Streik bei der Atlas Maschinen GmbH jetzt auch auf das Werk in Vechta auszuweiten. Die Kolleginnen und Kollegen in Vechta werden aufgerufen, ab Montag, dem 8. November 2010 (6.00 Uhr, zunächst befristet bis zum 14. November 2010, 24 Uhr) die Arbeit niederzulegen.

Gleichzeitig wird in Ganderkesee und Delmenhorst der befristete Streik ebenfalls zunächst bis zum 14. November 2010 (24.00 Uhr) fortgesetzt. Damit sind jetzt alle Standorte der Atlas Maschinen GmbH in Deutschland mit insgesamt 650 Beschäftigten im Ausstand. "Trotz der deeskalierenden Strategie der IG Metall, nicht sofort das ganze Unternehmen zu bestreiken, hat es auf der Arbeitgeberseite keinerlei Bewegung gegeben, in Verhandlungen mit der IG Metall einzutreten". Das  erklärte Hartmut Tammen-Henke, Geschäftsführer der IG Metall Oldenburg." Im Gegenteil versuche Herr Filipov weiter, Angst und Verunsicherung zu verbreiten, und mit Briefen, Abmahnungen, Drohungen und anderen Mitteln seine Interessen durchzusetzen.

Die IG Metall hat, wie sie in ihrer Presseinformation betont, immer ihre Gesprächsbereitschaft gegenüber dem Unternehmen signalisiert. "Wir streiken nicht, um dem Unternehmen zu schaden. Im Gegenteil: Betriebe leben von der Arbeitskraft der Beschäftigten. Und diese haben Anspruch auf Sicherheit ihrer Einkommen und Arbeitsbedingungen - in Deutschland stellt diesen Anspruch nur ein Tarifvertrag sicher. Und ein Tarifvertrag ist auch keine Fessel für das Unternehmen, sondern verbessert die Möglichkeiten, gemeinsam auch in schwierigen Zeiten das Unternehmen führen zu können." Tammen-Henke betonte, das es nach wie vor eine hohe Bereitschaft in der Belegschaft gibt, diesen Streik zu führen. Und auch die große Unterstützung aus der Öffentlichkeit, quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen, erhöht die Motivation der Streikenden enorm. Der Streik sei nach wie vor kein Selbstzweck, sondern das letzte Mittel, um ein Ziel zu erreichen, nämlich eine tarifliche Bindung bei der Atlas Maschinen GmbH. Im übrigen wäre Herr Filipov nicht der einzige, der gerne arbeitet. Die Atlas-Beschäftigten würden ebenfalls sehr gerne arbeiten, allerdings zu geregelten und gesicherten Bedingungen.

Die Ausweitung des Streiks bedeutet nicht, so wird zum wiederholten Male beton, dass die Gesprächsbereitschaft der IG Metall am Ende ist. "Wir sind immer noch an einer Verhandlungslösung interessiert und appellieren an die Geschäftsführung der Atlas Maschinen GmbH, hierzu die Initiative zu ergreifen", betonte Tammen-Henke.
(sh)