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13. November 2011

Schulfrei für die Bundeswehr!

Das Bremer Friedensforum begrüßt die Große Anfrage der Linksfraktion und die Debatte in der Bremischen Bürgerschaft über den Einfluss der Bundeswehr in Bremer Schulen. Gleichzeitig wendet sich die Friedensinitiative gegen den zunehmenden Einfluss der Bundeswehr auf die inhaltliche Gestaltung des Unterrichts.

Die politische Bildung – auch in Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik – gehöre in die Hand der dafür ausgebildeten pädagogischen Fachleute und nicht in die von Jugendoffizieren! Das Friedensforum lehnt auch Rekrutierungsveranstaltungen der Bundeswehr durch Wehrdienstberater im Unterricht oder Werbeversuche im Rahmen von Berufsorientierungstagen ab, die bewusst an der teilweise vorhandenen Perspektivlosigkeit von Jugendlichen ansetzen. Erinnert werden müsse unbedingt an den "Beutelsbacher Konsens zu Mindestanforderungen an die politische Bildung" von 1976. Dieser fordert im sogenannten "Überwältigungsverbot", dass Kinder in Schulen nicht einseitig indoktriniert werden dürften.

"Man kann nicht glaubwürdig von Schülern einerseits gewaltfreie Formen der Auseinandersetzung erwarten und auf der anderen Seite die Perspektive der Bundeswehr präsentieren, die zunehmend militärischen Gewalteinsatz als legitimes Mittel der Politik propagiert", erklärte Ekkehard Lentz.

Lassen sich Besuche von Repräsentanten der Bundeswehr an bremischen Schulen nicht verhindern, bietet das Friedensforum zur "Herstellung von Ausgewogenheit" eigene Referentinnen und Referenten an.
(sh)

Weitere Informationen: www.bremerfriedensforum.de

Über "Unterricht im Krieg", die Große Anfrage der LINKEN und eine spärliche Antwort, die die meisten Fragen offen ließ, berichteten wir ausführlich.