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25. Juli 2008

Betriebsrat vom Klinikum Links-der-Weser informiert

Aufsichtsräte sind zur Verschwiegenheit verpflichtet; das gilt vor allem für das Abstimmungsverhalten einzelner AR-Mitglieder. Trotzdem pfeifen es inzwischen die Spatzen von den Dächern der Bremer kommunalen Krankenhäuser, dass nur der Vertreter vom Klinikum LdW gegen den Hansen-Sanierungs-Plan gestimmt hat. Und die anderen dafür! (Siehe auch das Interview mit Uwe Schmid am 18.07.08). Der Konzernbetriebsrat der Gesundheit Nord gGmbH fordert lediglich "ein ausgewogenes Sanierungskonzept"; die Sanierung werde zwar "als ökonomisch sinnvoll" erachtet, der KBR, so die Vorsitzende Monika Rüßmann, "wird das Sanierungsvorhaben der GeNo kritisch begleiten."

Der Betriebsrat vom LdW hat mit dieser Kritik schon mal deutlich angefangen:

  • Das Sanierungskonzept sei reiner Personalabbau. Dieser beruhe nur auf Zufall und entbehre jeglicher Logik. Die Lücken entstehen da, wo gerade Befristungen  auslaufen.
  • Werde eine bestimmte Personalquote unterschritten, leide die Qualität der Patientenversorgung. Die Qualität solle zwar unvermindert aufrechterhalten werden, aber das Wie bleibe völlig ungeklärt.

In einer Mitarbeiterversammlung wurde die Absicht der Geschäftsführung bekanntgegeben, dass alle 73 befristeten Verträge in allen Bereichen auslaufen sollen.
Ein Personalkonzept, also wie und von wem dann die Arbeit übernommen werden soll, liege nach wie vor nicht vor. Standards und Richtlinien dafür sollen erst erarbeitet werden. "Der Personalabbau geschieht jedoch in diesem Moment und nimmt immer dramatischere Formen an".
Der Betriebsrat vom LdW fordert deshalb:

  • in einer Mitarbeiterversammlung über den Personalabbau2008 zu unterrichten,
  • realistisch aufzuzeigen, auf welchem Qualitätsniveau das LdW in Zukunft arbeiten soll,
  • kein Ersatz von befristet Beschäftigten durch LeiharbeitnehmerInnen
  • Erarbeitung eines transparenten Personal- u. Qualitätskonzepts
  • Einstellung der befristet Beschäftigten auf frei werdende Stellen
  • Bewilligung von Altersteilzeit ab 55

Das ganzee Betriebsratsinfo hier
Sönke Hundt