Die Bundeswehr hofft auf viele Freiwillige. Am 27. Januar 2011 findet wieder eine ihrer Werbeveranstaltungen im „Berufsinformationszentrum Bremen“, Doventorsteinweg 44, statt. Die Jugendlichen stehen dieses Jahr wesentlich stärker unter Druck, denn Studien- und Ausbildungsplätze sind nicht ausreichend vorhanden. Trotzdem ist die Bundeswehr kein erstrebenswerterer Arbeitgeber! Die Bundeswehr wirkt bei einem überlebten Kriegseinsatz nach, dein Leben lang! Die körperliche Unversehrtheit sagt noch nichts über den Gesundheitszustand und das Lebensgefühl danach! Natürlich sind die Angebote verlockend, und die Fallmanager der Jobcenter werden oft missverstanden: Es gibt keine Drohung „entweder den Vertrag bei der Bundeswehr unterschreiben oder Sanktion, bis zu drei Monaten null Euro“!
Nicht einmal die Informationsveranstaltungen der Bundeswehr müssen besucht werden. Auch hier darf kein Zwang ausgeübt werden. Die Fraktion der Partei „Die Linke“ in der Bremischen Bürgerschaft hat dies in einer sehr umfangreichen Großen Anfrage an den Senat der Freien Hansestadt Bremen thematisiert, die auch im Parlament kritisch diskutiert wurde. Obwohl hier anderslautende Berichte vorliegen, bestreitet der Senat, „dass Druck auf Arbeitslose ausgeübt werde, sich bei der Bundeswehr zu bewerben oder an entsprechenden ‚Informationsveranstaltungen‘ teilzunehmen“. Nachstehend dazu die Frage 10 und 11 mit den entsprechenden Antworten:
Die Veranstaltungen der Berufsorientierungsreihe haben je nach Thema höchst unterschiedliche Resonanz. Die Besucherzahl schwankt zwischen sehr wenigen und 75 Personen. Die Veranstaltungen der Bundeswehr im ‚Berufsinformationszentrum‘ haben bisher eher geringe Resonanz gehabt. In die berufliche Tätigkeit der Soldatin / des Soldaten wird seitens der Agenturen für Arbeit nicht vermittelt. In die Tätigkeit von zivilen Angestellten der Bundeswehr, beispielsweise im Verwaltungsbereich, können die Agenturen vermitteln. In der Praxis spielen diesbezügliche Vermittlungen eine geringe Rolle, weil Angestellte im technischen Bereich aus dem Bestand der Soldaten rekrutiert werden und damit nicht unter die Vermittlungstätigkeit der Arbeitsagenturen fallen. Zudem baut die Bundeswehr Personal ab, sodass dieser Teil des Arbeitsmarktes ohne nennenswerte Aufnahmebewegung ist.“
Soweit die auszugsweise Wiedergabe der Antwort des Senats auf die Große Anfrage der Fraktion „Die Linke“ vom 23. Dezember 2009 (Drucksache 17/1200 vom 9. März 2010). Wer dies also anders erlebt hat, komme bitte zur Bremer Montagsdemo! Die Unterschrift bei der Bundeswehr ist rückholbar! Wie dies geht? Wir gehen mit! Wer bereits jetzt in den Schulen das Gegengewicht zum Jugendoffizier bildet, sollte diese Klarstellung des Senats berücksichtigen. Kommt bitte zur Bremer Montagsdemo und informiert uns über eure Erfahrungen! Wer als Lehrer ein Gegengewicht zum Besuch des Jugendoffiziers braucht, komme bitte zur Bremer Montagsdemo. Wir gehen mit! Wer als Mensch im Jobcenter anders behandelt wird nach dem Motto „geh doch einfach mal hin“, komme bitte zur Bremer Montagsdemo. Wir gehen mit, wir klären das! Wenn ihr als Gruppe Informationen wollt, wir kommen zu euch! Wer dies gut findet und mitwirken möchte, komme bitte zur Bremer Montagsdemo. Wir bilden Gesprächskreise zur Vorbereitung von „Wir gehen mit“. Auch dazu kommen wir zu euch, auch zu Vereinsveranstaltungen!
Hans-Dieter Binder
http://www.bremer-montagsdemo.de
Hier der Einladungstext für die Informationsveranstaltung im Berufsinformationszentrum
"Karriere bei der Bundeswehr"
Am 27.01. Informationsveranstaltung im Berufsinformationszentrum
Am Donnerstag, 27.01.2011, führt die Bundeswehr - Wehrdienstberatung Bremen um 16.00 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Bremen am Doventorsteinweg 44 eine Informationsveranstaltung zum Thema "Karriere bei der Bundeswehr" durch. Die Veranstaltung richtet sich besonders an junge Erwachsene, die eine Berufsausbildung im Bereich Bürokommunikation, IT-Technologie, Telekommunikation, anstreben oder ihre berufliche Zukunft in einem Studium bei vollem Gehalt in der Offizierslaufbahn sehen.
Wer eine neue Herausforderung und einen sicheren Arbeitsplatz sucht, uneingeschränkt mobil und höchsten 24 Jahre alt ist, die deutsche Staatsangehörigkeit hat und sich vorstellen kann, freiwilligen Dienst in der Bundeswehr zu leisten, sollte sich über die Berufsmöglichkeiten bei der Bundeswehr informieren.
Neben dem Einstiegsgehalt von 1530 EUR netto, einem sicheren Arbeitsplatz und kostenloser ärztlicher Versorgung eröffnen sich in der Bundeswehr Karrierechancen und die Möglichkeit, sich beruflich weiter zu entwickeln.
Mark Seedorf, zuständiger Wehrdienstberatungsfeldwebel und Referent der Veranstaltung, wird in seinem Vortrag zur Zukunft und den beruflichen Möglichkeiten innerhalb der Bundeswehr folgende Themen aufgreifen:
* Möglichkeiten der Berufsausbildung bei der Bundeswehr
* Studienmöglichkeiten
* Freiwilliger Dienst in den Streitkräften und erforderliche Voraussetzungen
* Frauen bei der Bundeswehr
* Berufsbild "Zeit- und Berufssoldat"
* Aufgaben der Bundeswehr
* Auslandseinsätze der Bundeswehr
Im Anschluss wird Herr Seedorf Einzelfragen zum Vortag beantworten, Bewerbungsunterlagen ausgeben und Termine für Beratungsgespräche vereinbaren. Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung unter 0421 / 5207 9467 ist wünschenswert.