18. Dezember 2018

LINKE: Kulturförderbericht ist ein Anfang, jetzt müssen verbindliche Finanzzusagen folgen

Gestern (17. Dezember 2018) hat Bürgermeister Carsten Sieling in seiner Funktion als Senator für Kultur den neuen Kulturförderbericht der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben einer umfangreichen Aufstellung über die Bremer Kulturszene enthält dieser Bericht auch erste Aussagen darüber, wie sich die Kulturförderung ab dem Jahr 2020 gestalten soll.http://www.linksfraktion-bremen.de/fraktion/abgeordnete_und_deputierte/strunge_miriam/

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert den Kulturförderbericht: „Dieser Bericht ist ein guter Anfang, nicht mehr und nicht weniger. Die Zusammenstellung, welche Vielzahl an kulturellen Institutionen und Projekten es in Bremen gibt, ist hoch informativ und bietet selbst für Insider noch Überraschungen. Bei der Frage, wie diese tolle kulturelle Vielfalt in Zukunft gepflegt und gefördert werden soll, bleibt der Bericht aber noch zu oft vage und im Ungefähren. Besonders gut lässt sich das am Musikbereich sehen, wo verbindliche Aussagen fehlen und erst noch ein zweiter ‚Masterplan Musikstadt Bremen‘ geschrieben werden soll. Da ist beispielsweise Hamburg mit seiner konkreten Förderung der Rock- und Popszene schon deutlich weiter. Insgesamt hätte ich mir mehr Mut für Pläne und Visionen gewünscht: Wo will Bremen als Kulturstadt hin? Hier gibt der Bericht zu wenig Antworten.

Die Bremer Kulturlandschaft war viel zu lange unterfinanziert, ob sich das jetzt wirklich ändert, bleibt auch in diesem Bericht an vielen Stellen offen. Wir begrüßen, dass der Senat bei der freien institutsungebundenen Szene die Fördermittel deutlich erhöhen will, dafür haben wir uns immer eingesetzt. Diese Mittel müssen nun aber auch verlässlich zugesagt werden. Ähnliches gilt auch für die Aussagen zur sogenannten ‚jungen Szene‘. Es ist richtig, dass Senat diesen Bereich endlich als einen eigenen Förderbereich anerkennt. Daraus müssen sich nun aber auch schnell verbindliche und unbürokratische Wege für die Aktiven ergeben, um Mittel abrufen zu können.“