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10. Januar 2011

Tarifforderungen der NGG im bremischen Gastgewerbe

Iris Höppner, zuständige Gewerkschaftssekretärin

Mitglieder der Tarifkommission vor dem Parkhotel

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat den Tarifvertrag für das bremische Hotel- und Gaststättengewerbe gekündigt. Die Tarifkommission aus den Beschäftigten der Betriebe hat am 1. Dezember 2010 gegenüber dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) folgende Forderungen aufgestellt:

Eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab dem 1. Januar 2011 um 100 € monatlich

  • für das Recht von unserer Arbeit leben zu können
  • für eine Anpassung an den westdeutschen Durchschnitt und eine Annäherung an die Vergütung in Niedersachsen
  • für die versprochene Teilhabe an den Steuergeschenken für die Hoteliers

Eine Zusammenfassung der allgemeinen Ausbildungsbedingungen in Form eines gesonderten Tarifvertrages, mit Definition z.B. für

  • 39 Stunden/Woche, eine Stunde geregelte Pause, keine Minusstunden, faire Überstundenregelungen
  • Freistellung und Anrechnung der Berufsschulzeiten
  • 12 Stunden Ruhezeit, keine Ausbildung nach 22 Uhr, eingeschränkte Sonntagsarbeit für Auszubildende unter 18 Jahren.

Seit Montag, 10. Januar, informiert die NGG die Beschäftigten vor Ort über die konkreten Tarifforderungen. Als erstes besuchten Mitglieder der Tarifkommission die Hotels in Bahnhofsnähe, sowie in der Innenstadt und verteilten Flugblätter und Schokoladentäfelchen. Weitere Aktionen in Bremen und Bremerhaven sind bereits geplant.

„Die Reaktionen der Beschäftigten waren durchgehend positiv. Viele können von ihrem Lohn kaum leben und warten seit langen auf eine Lohnerhöhung. Viele wissen, dass sie außerhalb Bremens mehr verdienen könnten und sind daher gespannt wie sich die Arbeitgeber in den nächsten Tagen verhalten werden.“ So kommentierte Iris Höppner, zuständige Gewerkschaftssekretärin, die Aktion.

Die Löhne und Gehälter in der bremischen Gastronomie sind im westdeutschen Vergleich weit abgeschlagen und liegen z.B. etwa 10 % unter denen in Niedersachsen. Die NGG fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 100,00 Euro, sowie einen Tarifvertrag über die Rahmenbedingungen der Berufsausbildung. „Vor allem die Auszubildenden haben hohe Erwartungen an die Tarifrunde und begrüßten unsere Forderung nach einem Tarifvertrag über die Ausbildungsbedingungen. Wir erwarten, dass der Dehoga seiner Verantwortung für gute Ausbildungsbedingungen nachkommen wird und wir zu einer schnellen Einigung kommen.“, so Höppner weiter.

NGG-Pressmitteilung/sh