Die Gewerkschaft ver.di hat nach eigenen Angaben aus zuverlässigen Quellen erfahren, dass die Geschäftsführung der Lufthansa die sukzessive Schließung der so genannten dezentralen Stationen in Hannover, Nürnberg, Köln und Bremen plant. Allein am Standort Bremen wären dann rund 100 Arbeitsplätze bedroht.
Die Beschäftigten aller Stationen sollen diverse tarifvertragliche Einschnitte hinnehmen. Den vier oben genannten Stationen droht die Fremdvergabe. Nina Lepper, ver.di-Fachsekretärin: "Wir befürchten verstärkten Einsatz von LeiharbeitnehmerInnen. Dadurch wird die Stammbelegschaft auf Dauer immer weiter ausgedünnt und könnte damit in kürzester Zeit nahezu komplett abgebaut werden."
Im Bundesland Bremen, in dem deutschlandweit jetzt schon die meisten LeiharbeitnehmerInnen beschäftigt sind, würde die Schließung einen weiteren Abbau von tarifvertraglich abgesicherten regulären Beschäftigungsverhältnissen bedeuten!
"Wir sind in großer Sorge um die Arbeitsplätze unserer Kolleginnen und Kollegen bei der Lufthansa am Standort Bremen. Ohne Not soll hier die wirtschaftlich arbeitende, sehr gut qualifizierte Dependenz der Lufthansa in Bremen geschlossen werden um noch höheren Profit zu erlangen. Das kann nicht sein!", so die ver.di-Fachsekretärin Lepper.
Presseerklärung von ver.di/sh