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4. Februar 2011

Grüne Finanzsenatorin outet sich vor Beginn der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

ver.di, GEW und GdP kritisieren Karoline Linnert! Bevor die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst heute begonnen haben, macht  die Bremer Finanzsenatorin und stellvertretende TdL-Vorsitzende heute im Weserkurier heute in einem große Interview ihre Pläne öffentlich: Neben ihrer Ansicht, dass die Forderungen zu hoch seien, droht sie mit dem Ausstieg aus der Tarifgemeinschaft der Länder mit dem Ziel einer eigenen Regelung für das Land Bremen.

Marita Rosenow, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin, erklärt dazu in einer gemeinsamen Presseerklärung von GDP, GEW und ver.di:"Eine solche Drohung weisen wir als völlig unangemessen zurück. Frau Linnert lässt ihre Beschäftigten im Land Bremen noch stärker die Zeche für die verfehlte Finanz- und Steuerpolitik zahlen. Neben dem Abbau von rund 1.000 Stellen sollen sie nun auch auf Gehalt verzichten."

Die Gewerkschaften ver.di, GEW und GdP sind empört über die Art und Weise, wie die Senatorin über Beschäftigtengruppen sich öffentlich äußert. Dies habe nichts mit Wertschätzung der Arbeit zu tun. "Das Land Bremen steht als Niedriglohnland und als Land mit prekären Arbeitsverhältnissen bereits jetzt an der Spitze, soll dies nun auch auf alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst übertragen werden?", so Rosenow. oede, Landesvorstandssprecher der GEW kündigte für den 14.2. eine gemeinsame Protestkundgebung der Gewerkschaften vor dem Sitz der Finanzsenatorin an. Horst Göbel, GdP: "Frau Linnert versucht, die Steigerungsraten bei Gewalt- und Eigentumsdelikten mit Hilfe der Demographie schön zu beten. Sie muss zur Kenntnis nehmen, dass bei der Polizei sowie im gesamten öffentlichen Dienst die Belastungsgrenzen deutlich überschritten sind. In dieser Situation die Beschäftigten von bundesweiten Gehaltsentwicklungen abkoppeln zu wollen, ist eine Unverschämtheit." Die Vertreterinnen und Vertreter von ver.di, GEW und GdP hoffen, dass nun allen Beschäftigten im öffentlichen Dienst deutlich geworden ist, was in dieser Tarifrunde auf sie zukommt. Sie bedanken sich hier ausdrücklich bei Frau Linnert für die klaren Worte. Nun wüssten auch die Beschäftigten, wo die stellvertretende Verhandlungsführerin steht.
(sh)