Für das Hotel- und Gaststättengewerbe im Land Bremen haben heute um 11 Uhr die Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverband DEHOGA und der Gewerkschaft NGG begonnen. Erwartet wurde ein "vernünftiges" Angebot. Das Angebot in der ersten Verhandlungsrunde wurde von Iris Höppner, der zuständigen Gewerkschaftssekretärin, als "völlig inakzeptabel" bezeichnet. Die NGG hatte für die rund 7.700 Beschäftigten in Bremen und Bremerhaven eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die nächsten 12 Monate in Höhe von 100,00 Euro gefordert. Das Angebot des DEHOGA umfasst bei einer Laufzeit von 24 Monaten verschiedenste Erhöhungen zwischen 102 Euro und 30 Euro in den Entgeltgruppen. Die Ausbildungsvergütungen sollen im gleichen Zeitraum um 60 Euro steigen.
"Wir begrüßen es, dass der DEHOGA unsere Argumente übernommen hat und sich den Problemen der Beschäftigten annehmen will. Wenn wir das Angebot umrechnen, sprechen wir außer in der untersten Lohngruppe von Erhöhungen zwischen 0,8 % und 2,1 %. Selbst die Erhöhung der untersten Stundenlöhne auf 7,50 Euro ist inakzeptabel, wenn dann zwei Jahre keine Erhöhungen erfolgen sollen. Wie mit diesem Gesamtangebot ein Beitrag zur Armutsbekämpfung im Gastgewerbe geleistet werden soll ist, für uns völlig unverständlich. Auch eine Annäherung an die Tariflöhne in Niedersachsen ist in weiter Ferne. Wir haben den DEHOGA aufgefordert sein Angebot bis zum nächsten Verhandlungstermin nachzubessern.", so Höppner weiter.
Lediglich in der Frage nach einem Tarifvertrag über die Rahmenbedingungen der Berufsausbildung gibt es in großen Teilen bereits Einigungen. Aber der Teufel liege hier im Detail, so dass noch intensive Gespräche geführt werden müssten. Wenn das Gastgewerbe attraktiv sein wolle für zukünftige Auszubildende, müsse hier auch Sinne der Auszubildenden entschieden werden.
Pressemitteilung NGG/sh