Zurück zur Startseite
2. April 2011

InBev: Demonstration und Kundgebung auf dem Marktplatz

Kundgebung auf dem Marktplatz. Fotos: Erich Kassel

v.l.n.r.: Stefan Röper, BR-Mitglied Beck & Co, Herbert Strosetzky, BR-Vorsitzender von Mdexx war zur Unterstützung gekommen, Dieter Nickel, Geschäftsführer NGG

Abmarsch von der Brauerei

über die Weser

Wie am 31. März hier berichtet, sind die Beschäftigten der Brauerei Beck & Co und der Roland Service Gmbh gegen ihren Arbeitgeber, den InBev-Konzern, in den Warnstreik getreten. Rd. 750 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beteiligten sich an den Warnstreiks, und die Spätschicht ist gestern in einem lautstarken Demonstrationszug über die Weser und durch die Obernstraße bis zum Marktplatz gezogen. Der Verkehr wurde durch kurze Zwischenstopps immer wieder lahmgelegt. Mit Sprechchören und auf Flugblättern erklärten die Brauer ihre Wut und ihre Enttäuschung über die Verschleppungstaktik des Arbeitgebers. Auf der Kundgebung wurde von mehreren Rednern ein besseres Angebot als die jetzt mageren 2% gefordert. Es ging nicht nur um die aktuellen Entgeltforderungen. Dieter Nickel, Geschäftsführer der örtlichen Gewerkschaft NGG wies in seiner Rede auch auf den Versuch der Arbeitgeber hin, den Bundesrahmentarifvertrag zu verschlechtern. Sollten sich die Arbeitgeber hier durchsetzen, könnte das für bestimmte Berufsgruppen in der Branche eine Runtergruppierung mit einem Lohnverlust von 200 - 300 Euro bedeuten.

Dieter Nickel rief die Brauerei-Beschäftigten auch dazu auf, sich zahlreich und aktiv an den Demonstrationen gegen den geplanten NPD-Aufmarsch am 1. Mai zu beteiligen. Unter den Kollegen wären viele auch aus anderen Ländern. Die Zusammenarbeit und das Klima in der Belegschaft wären prima. Und das dürfe man sich auf keinen Fall von den Nazis kaputtmachen lassen.
(sh)


Auf dem Flugblatt noch einmal in Kurzform die Forderungen:
Liebe Bremerinnen und Bremer,
die Beschäftigten der Brauerei Beck & Co befinden sich zur Zeit im Warnstreik für eine gerechte Entgelerhögung und für die Sicherung unseren Bundesrahmentarifvertrags.

Warum Warnstreik???
Den Beschäftigten wird ein Lohnangebot von 1,86% bemacht. Die Forderung beträgt für 2011 mindestens 6% und die Übernahme der Auszubildenden.

Das Top-Management zahlt sich Boni von run 850 Millionen Euro für 40 sogenannte Topmanager. Die Beschäftgten sollen noch nicht einmal den Inflationsausgleich erhalten.

Der Arbeitgeberverband will einen Rahmentarif, den der gekündigt hat, so verschlechtern, dass ein Großteil der Beschäftigten der Brauindustrie in Deutschland erhebliche Lohneinbußen hätte!

Das lassen wir uns nicht gefallen!!!
Kampfansagen der Arbeitgeber werden mit Arbeitskampf beantwortet!!!
Mit herzlichen Grüßen
Gewerkschaft NGG Region Bremen-Weser-Elbe
Beschäftigte der Brauer Beck & Co in Bremen