
Demonstration in Bremerhaven

Protestkundgebung im Fischereihafen. Vorn links Christian Wechselbaum

Protest in Braunschweig

Protest in Hamburg
Über 300 Beschäftigte protestierten für Entgelterhöhungen und gegen weitere Einschnitte in die Tarifverträge.
Bundesweit sind heute morgen, 10. Mai 2011, etwa 300 Beschäftigte der "Deutschen See" einem Protestaufruf der Gewerkschaft NGG gefolgt und haben für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Mit den Arbeitsniederlegungen protestierten die Beschäftigten für Erhöhungen ihrer Entgelte und gegen Einschnitte in ihre Tarifverträge. Vorausgegangen waren monatelange Tarifverhandlungen, die in der vergangenen Woche von der NGG vorläufig beendet wurden. Hintergrund waren Ankündigungen des Geschäftsführers Egbert Miebach, auf Kosten der Beschäftigten das Unternehmen umstrukturieren zu wollen.
Christian Wechselbaum, Verhandlungsführer der Gewerkschaft NGG: "Die Verantwortung für diese Proteste liegt einzig bei der Geschäftsführung, die seit Monaten eine angemessene Entgelterhöhung verweigert. Stattdessen droht Herr Miebach mit Arbeitsplatzabbau und Einschnitten in die Tarifverträge. Die Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer und erwarten endlich eine Lösung des seit Monaten andauernden Tarifkonflikts. Wir hoffen daher, dass wir in den nächsten Wochen ohne weitere Eskalationen zu einer Einigung finden werden. Die Beschäftigten haben jedenfalls schon jetzt gezeigt, dass sie bereit sind gemeinsam zu kämpfen."
Beteiligt haben sich in den frühen Morgenstunden jeweils die kompletten Schichten der Manufakturen in Bremerhaven und Hamburg, sowie der Niederlassungen Duisburg, Braunschweig, München und Bamberg. Weitere Aktionen werden in den nächsten Tagen folgen.
Die "Deutsche See" beschäftigt aktuell an 25 Standorten in Deutschland knapp 1.750 Beschäftigte, davon insgesamt 650 an den Standorten in Bremerhaven und Bremen.
Pressemitteilung der NGG / sh