DIE LINKE.  Bremen 


29. Juni 2007 Information

Meint die Bremer Arbeiterwohlfahrt (AWO) es wirklich gut mit ihren 1-Euro-Jobbern?

Im Koalitionsabkommen zwischen Rot-Grün steht die Absicht, in Bremen die 1-Euro-Jobs um 20% zu verringern und stattdessen bis zu 600 reguläre Jobs zu schaffen. Das ist sehr löblich und greift einen der LINKEN-Programmpunkte auf. Die AWO hat 80 1-Euro-Jobber bei sich beschäftigt und verteidigt jetzt vehement ihre Einstellung als großen Erfolg.  Den Jobbern sei damit eine unverzichtbare Möglichkeit gegeben, neue Arbeitsfelder kennenzulernen oder nach einer längeren Phase der Arbeitslosigkeit in ein geregeltes Berufsleben zurückzufinden.

Die Arbeitnehmerkammer und DIE LINKE halten seit langem dagegen: 1-Euro-Jobs sind selber das Problem, sie lösen keins. Denn: es gäbe keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, keinen Kündigungsschutz, keinen Mutterschutz. Zudem bekämen nur wenige Ein-Euro-Jobber anschließend einen festen Job.

Nur eins ist sicher, wie die Taz meldet: Für jeden Ein-Euro-Job erhalte die AWO eine monatliche Pauschale von 500 Euro. An den Jobber gingen davon 1 Euro pro Stunde plus eine Fahrkarte für die BSAG, also bis zu 200 Euro. Der Rest verbliebe bei der AWO als Pauschale für Betreuungs- und Verwaltungskosten.

Die Solidarische Hilfe erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Wohlfahrtsverbände an den Ein-Euro-Jobbern gut verdienen. Sowohl die Arbeitskraft der Ein-Euro-Jobber als auch die Verwaltunsgpauschale komme den jeweiligen Trägern zugute. (sh)

mehr im Taz-Artikel

Quelle: http://www.dielinke-bremen.de/nc/politik/aktuell/detail/artikel/meint-die-bremer-arbeiterwohlfahrt-awo-es-wirklich-gut/