DIE LINKE.  Bremen 


16. August 2007 Pressemitteilung

Kinderarmut im Konjunkturaufschwung

Presseerklärung 16.8.2007

Inga Nitz, Mitglied der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft
erklärt zu den anhaltend hohen Zahlen von in Bremen lebenden armen Kindern,
welche vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe
(BIAJ) aktuell veröffentlicht wurden:

Die Arbeitsmarktbelebung geht an Alleinerziehenden und Hartz IV-Empfängern
vorbei

Die Zahl der unter Armut lebenden Kinder ist seit Einführung der
Hartz-Gesetze kontinuierlich gestiegen. In Bremen leben 30 % der Kinder
unter 15 Jahren in Armut, in Bremerhaven sind es sogar 41 %. Kinderarmut
bedeutet konkret: fehlende gesellschaftliche Teilhabe, weniger
Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, ungesunde Ernährung, weniger Bildung und
geringere Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Das verfügbare Einkommen in
der Familie ist dabei der entscheidende Faktor. Alleinerziehende Elternteile
und Hartz IV-Empfänger unterliegen ganz besonders den Repressionen des
„Förderns und Forderns“, sind gezwungen geringfügige Beschäftigungen
anzunehmen oder zu Niedriglöhnen zu arbeiten.

„Welche Zukunft bieten wir unseren Kindern“, fragt Inga Nitz, „wenn sich die
Arbeitsmarktbelebung nicht in verbesserten Lebensverhältnissen der Kinder
wiederspiegelt?“ „Ich fordere die rot-grüne Koalition in Bremen auf, sich
auf Bundesebene nachhaltig für die schnelle Einführung eines gesetzlichen
Mindestlohns von 8 € pro Stunde einzusetzen.“

Quelle: http://www.dielinke-bremen.de/nc/politik/aktuell/detail/artikel/kinderarmut-im-konjunkturaufschwung/