Nach der Insolvenz der Bremerhavener Schichau Seebeck Werft (SSW) ist die Wirtschaftskrise nun endgültig auch an den Kajen der bremischen Häfen angekommen. So hat der Gesamthafenbetriebsverein (GHBV) für 1800 seiner Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Bei der Vermittlung von Hafen-Leiharbeitern ist ein Einbruch von bis zu 50 Prozent zu verzeichnen.
Die sonst üblichen 28.000 gearbeiteten Schichten pro Jahr sind durch die Wirtschaftskrise um die Hälfte zurückgegangen. Wegen des starken Einbruchs sei das Unternehmen auf die „staatliche Unterstützung durch Kurzarbeit“ angewiesen, so GHBV-Geschäftsführer Ritzke. Das Unternehmen beschäftigt in Bremen und Bremerhaven insgesamt 2800 Mitarbeiter.
Allein der Container-Umschlagsbetrieb und Hafenbetreiber Eurogate verzichtet demnach wegen der schweren Einbrüche beim Containerumschlag auf rund 1.000 Leiharbeiter, will aber auf Entlassungen am Standort Bremerhaven vorerst verzichten. Die 2.500 festen Mitarbeiter müssen sich allerdings auf Kurzarbeit und Vorgaben bei der Urlaubsplanung einstellen.
(ms)