Am 4. April 1949 wurde die Nato gegründet; 60 Jahre später lässt sich diese größte Militärorganisation der Welt in Strasbourg und Baden-Baden groß feiern. Dabei soll auch die neue Nato-Doktrin ("Towards a Grand Strategy for an Uncertain World") beschlossen werden. Sie intensiviert das "Recht" der Nato auf globale Interventionen jederzeit und überall in der Welt - notfalls gegen Beschlüsse der UNO und gegen die Regeln des Völkerrechts.
Am 20. und 21. Februar findet in Bremen die große Gegen-Strategiekonferenz der internationalen Friedensbewegung statt. Sie wird organisiert von der "Kooperation für den Frieden", einem Zusammenschluss von ca. 50 Friedensgruppen und -initiativen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen, darunter u.a.: der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Christen für gerechte Wirtschaftsordnung (CGW), DFG-VK, Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigern (EAK), Frauennetzwerk für Frieden e.V., Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Komitee für Grundrechte und Demokratie, Pax Christi - Deutsche Sektion und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Hauptvorstand). Zu Gast ist die Strategiekonferenz in diesem Jahr beim Bremer Friedensforum.
An zwei Tagen sollen in Gesprächen und acht Arbeitsgruppen Geschichte und Strategie der NATO, Vorschläge für eine internationale Friedensordnung und "Handlungsoptionen zum Nato-Gipfel und danach" diskutiert werden.
An dieser internationen Konferenz nehmen u.a. teil: Rashid Alimow ("Öko-Perestroika", St. Petersburg), Andreas Buro (Komitee für Grundrechte und Demokratie), Uli Cremer (Grüne Anti-Kriegsinitiative gegen den Kosovo-Krieg), Christof Grosse (pax christi), Claudia Heydt (Ex-Grüne und Gründungsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung [IMI]), Lühr Henken (Hamburger Forum und Bundesausschuss Friedensratschlag), Jochen Hippler (Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft und Advisor des Gateway Trust in London), Andrea Kolling (Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung), Lysiane Rolet (Geschäftsführerin von attac France), Paul Walker (geschäftsführender Direktor des "Peace and Conflict Studies Program in Worcester, Massachusetts), Arielle Denis (mouvement de la paix, Frankreich), Xanthe Hall (IPPNW), Otmar Steinbicker (Aachener Friedenspreis), Elsa Rassbach (American Voices Abroad) und Martin Warnecke (Friedensbeauftragter der Bremischen Evangelischen Kirche).
19.30 im Konsul-Hackfeld-Haus mit einem Expertengespräch mit Beiträgen von Andreas Buro, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Paul Walker, Green Cross, Institut for Peace, USA, Arielle Denis, mouvement de la paix, Frankreich, Raschid Alimow, Umwelt- und Friedensaktivist, Russland Moderation: Andreas Zumach, Publizist und Journalist.
Die Konferenz dient auch der Vorbereitung und Mobilisierung für die Demonstrationen, das Camp und die Aktionen in Strasbourg und Baden-Baden am 4. April. Entsprechend haben sich auch aktionsorientierte Gruppen wie z.B. "feliz" (Bremen) angekündigt, die ihre Erfahrungen rund um den G8-Gipfel einbringen wollen.
Die Konferenz wird am Sonnabend, 21. Februar, um 9 Uhr fortgeführt.
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