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26. August 2009

Bremer Senat spart die eigene Volkshochschule kaputt

Ausriss aus dem aktuellen Programm der Bremer Volkshochschule

Am 25. August trafen sich auf Einladung der Gewerkschaft ver.di Beschäftigte der Bremer Volkshochschule, die dort tätigen Honorarkräfte sowie ein Mitglied des Gesamtpersonalrates Bremen. Inhaltlich ging es um die wirtschaftliche Situation und die Folgen für das Personal. Im Mittelpunkt standen das so genannte "Konsolidierungskonzept 2009" der VHS und die soziale Lage der Honorarkräfte.

Kornelia Knieper, zuständige Gewerkschaftssekretärin erklärte: "Das in Zusammenarbeit mit dem Senator für Kultur erarbeitete Konsolidierungskonzept 2009
ist nichts anderes als ein Personalabbaukonzept. Bis 2015 sollen 22 % der MitarbeiterInnen eingespart werden und das bei fast gleichbleibendem Programmvolumen. Die Erhöhung der Honorare der Kursleitenden um jährlich
0,54% in den letzten 10 Jahren bedeutet real eine Senkung der Einkünfte.  Es fehlen Visionen und Perspektiven für die Zukunft der Einrichtung und ein Personalkonzept, dass die Arbeitsbedingungen der MitarbeiterInnen nicht ständig verschlechtert und die Innovationsfähigkeit der VHS erhält."

Die TeilnehmerInnen der Versammlung am 25.08.2009 verfassten eine Erklärung  mit folgenden Forderungen:

  • Rücknahme der Kürzungen des VHS-Haushaltes. Die ständige Kürzung des Haushaltes der VHS führte zu einer von den politischen Instanzen bewusst in Kauf genommenen strukturellen Unterfinanzierung. Auch die Leistungssteigerung des Personals um ganze 20% brachte keinen Ausgleich. Ohne die Ursachen für das Defizit zu beseitigen, kann die Bremer VHS nicht überleben.
  • Erarbeitung eines zukunftsfähigen Konzeptes  für die VHS Bremen, das ihrem kommunalen Auftrag gerecht wird und den sozialen Auftrag sichert.  
  • Die Verbesserung der sozialen Situation der Honorarkräfte. Nur eine angemessene Honorarerhöhung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen kann eine weitere Prekarisierung der Kursleitenden verhindern und die Qualität der Arbeit sichern. Für diejenigen Honorarkräfte, die von ihrer Honorartätigkeit an der Bremer VHS leben, fordert ver.di eine Übernahme in ein Arbeitsverhältnis bei der Bremer VHS.  
  • Erarbeitung einer Mitbestimmungsordnung. Die Mitbestimmung der Lehrenden und Lernenden soll wie im Weiterbildungsgesetz vorgesehen umgesetzt werden.
  • Stopp dem Bildungsabbau!

(aus der Presseerklärung von ver.di Bezirk Bremen-Nordniedersachsen v. 25.08.09)