Nachdem in der Vergangenheit die Gedenktafeln am Centaurenbrunnen in der Neustadt zerstört worden waren, erinnert seit heute wieder eine Gedenktafel der Opfer des Faschismus. Am Ort der Gedenktafel befand sich zur Zeit des Naziregimes die Sammelstelle für die Verschleppung von über 400 Mitbürgern aus der Neustadt in die Konzentrationslager, wo sie ermordet wurden.
Ingeborg Breidbach, sachkundige Bürgerin im Beirat Neustadt, erinnerte in ihrer Gedenkrede an die verschleppten und ermordeten jüdischen Mitbürger. In ihrer Rede hob sie hervor, dass 1938 auch in Bremen jüdische Geschäfte geplündert und Menschen ermordet wurden. Dass heute wieder Nazi-Demonstrationen durch unsere Städte ziehen wäre nicht akzeptabel. Nicht nachvollziehbar wäre zudem die Haltung unserer Regierung, die bei diesen Demonstrationen zuschaut, sogar Polizisten zum Schutz zu schicken und die NPD mit Wahlkampfgeldern zu unterstützen. Die Regierenden müssten endlich einen neuen Anlauf für ein NPD-Verbotsverfahren aufnehmen, wie es zum Beispiel VVN, DIE LINKE. und große Teile der Bevölkerung fordern.
"Wir wollen nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus. Wir wollen nur in Frieden leben und das Andenken der Opfer ehren", so Ingeborg Breidbach am Ende der Veranstaltung.
Christian Wechselbaum