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27. März 2008

Offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Israel-Reise

Mit einem offenen Brief an Angela Merkel reagiert der Bremer Arbeitskreis 'Genfer Initiative für einen israelisch-palästinensischen Friedensvertrag' in der Ökumenische Initiative Bremen auf die kürzliche Israel-Reise der Kanzlerin. Kritisch wertet der Brief insbesondere ihre Rede vor der Knesset am 19. März. Angesichts der komplexen und eskalierenden Gewaltsituation in Israel und Palästina wirft der Brief der Bundeskanzlerin vor, die Leiden der palästinensischen Bevölkerung in Gaza und der Westbank verschwiegen zu haben. Dieses Leiden wahrzunehmen, sei eine wichtige Voraussetzung für eine friedliche Zukunft, die nur über den Weg von Verhandlungen mit der Hamas und eine Rücknahme des Siedlungsbaus in den besetzten Gebieten zu erreichen sei.

Im Anschluss an den Dirigenten Daniel Barenboim wird die Sorge um die Zukunft Israels in der Frage zum Ausdruck gebracht, "ob die Besetzung und Kontrolle eines anderen Volkes mit Israels Unabhängigkeitserklärung in Einklang gebracht werden kann." Der Bremer Arbeitskreis 'Genfer Initiative für einen israelisch-palästinensischen Friedensvertrag' beteiligte sich am diesjährigen Ostermarsch in Bremen und brachte den Brief an die Bundeskanzlerin dort zur Verteilung.

Alle, die den Brief nicht erhielten und die Auffassung des Briefs teilen - dass Frieden für beide Völker, Israelis und Palästinenser, nur möglich ist wenn auch die Rechte, die Ängste und die Leiden der Palästinenser und die von Israel ausgehende Gewalt wahrgenommen werden - sind gebeten, den Brief zu unterschreiben und abzusenden. Der Brief ist erhältlich bei Uwe Ihssen, Ökumenische Initiative Bremen im forum Kirche, Hollerallee 75, Bremen
[http://www.oekumenische-initiative.de]