Die Terminierung des Events "Bollerwagen und Bremer Kohl" auf der neuen A 281 am nationalen "Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus" zeuge von wenig Sensibilität des Bremer "Amtes für Straßen und Verkehr", bedauern im Nachhinein das Bremer Friedensforum und die VVN-Bund der Antifaschisten. Dass die Einweihung dieser Autobahn von Senator Dr. Reinhard Loske drei Tage später, am 75. Jahrestag der Machtübertragung an Hitler vorgenommen werde, bestätige dieses Manko. Gerade der Autobahnbau wurde von Hitler für die faschistische Propaganda stark missbraucht, argumentieren Friedensforum und VVN.
Beide Organisationen erinnern an das Jahr 2001, als ohne nachzudenken Deutsche Bahn und Bremer Senat am Tag der Reichspogromnacht den renovierten Bremer Hauptbahnhof einweihten. Mehrere Organisationen sorgten damals noch dafür, dass diese Feier mit einem Gedenken an die Juden verbunden wurde, die 60 Jahre zuvor von diesem Bahnhof aus in den Tod nach Minsk transportiert worden waren. Damit sich in Zukunft in Bremen solche Pannen nicht wiederholen, sei es ratsam, dass für alle senatorischen Bereiche der "Antifaschistische Kalender" angeschafft werde. "Er kostet nur 6,50 Euro", so Hartmut Drewes vom Bremer Friedensforum.
Pressemitteilung des Bremer Friedensforums vom 28.01.08