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25. Februar 2008 Veranstaltungen

Landesparteitag der Bremer LINKEN wählt, debattiert und vertagt sich

Toni Brinkmann bei ihrer Bewer- bungsrede, rechts das Tagungs- präsidium, Foto: T. Thürmer

Die Delegierten konzentriert während der Debatte, Foto: T. Thürmer

Helmut Gehle spricht zu den Delegierten, Foto: T. Thürmer

Brigitte Kramm bei ihrer Rede, Foto: T. Thürmer

Inhalte sollten auf dem gestrigen zweiten Landesparteitag (LPT) der Bremer Linken im Vordergrund stehen. Doch die Wahlen machten einen Strich durch die Rechnung. Bis in den Nachmittag hinein standen diese im Konsul-Hackfeld-Haus so sehr im Mittelpunkt, dass die verbleibende Zeit nicht ausreichte, um über Leitentwürfe sowie Anträge zu diskutieren und abzustimmen.

Zunächst hatten es jedoch die LPT-Delegierten in der Hand, die Tagesordnung so zu ändern, dass erst die Diskussionsrunde eröffnet wird und die Wahlen dann ans Ende der Tagesordnung gesetzt werden. Mit einer Stimme Mehrheit votierten die Anwesenden jedoch für die Beibehaltung der vom Landesvorstand vorgeschlagenen Reihenfolge. Das bedeutete in der Konsequenz: erst wählen, dann diskutieren, zum Schluss abstimmen.

Ging nun die Nachwahl zur Finanzrevisionskommission des Landesverbandes aufgrund offener Abstimmung noch flott über die Bühne, Birgit Menz und Heinz-Dieter Binder erhielten die jeweils notwendigen Mehrheiten, sah dies bei der Wahl der Delegierten zum Bundesparteitag anders aus. Sechs Mandate gab es insgesamt zu vergeben. Während sich fünf Genossinnen um drei Frauplätze bewarben, buhlten zehn männliche Kandidaten auf der gemischten Liste um die Gunst der Anwesenden. Dies hatte zur Folge, dass sich die Vorstellungsrunde mit der Befragung der BewerberInnen in die Länge zog. Eva Böller, Cornelia Barth, Antonie Brinkmann, Felix Pithan, Christoph Heigl sowie Henning Tegeler erhielten in der anschließenden Abstimmung das notwendige Vertrauen. Sie vertreten in den nächsten zwei Jahren den Bremer Landesverband auf den Kongressen des Bundesparteitages.

Zwischen den einzelnen Wahlgängen sprachen Bodo Ramelow (Bundeswahlkampfleiter der LINKEN), der neue Vorsitzende der Linksfraktion im niedersächsischen Landtag, Dr. Manfred Sohn, und Enrico Stange, Stellvertretender Landesvorsitzender der sächsischen LINKEN, Grußworte.

In der verbleibenden Zeit konnten die Mitglieder der Bremer LINKEN jetzt nur noch kurz debattieren. Lediglich ein Initiativantrag wurde behandelt, weitere Beschlüsse fasste die Versammlung nicht. Ernüchternde Gesichter deshalb am Ende eines langen Tages die sich erst wieder aufhellten, als kurz nach 18 Uhr feststand, dass auch in Hamburg die LINKE mit über sechs Prozent in den Landtag (Bürgerschaft) gewählt wurde.

Nun kommt es am 9. März 2008 zu einer Fortführung des zweiten LTP, um den Leitentwurf zu verabschieden und alle offenen Anträge zu beschließen. Hoffentlich reicht dann die Zeit! (mh)