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2. Mai 2007 Veranstaltungen

Viele rote Fahnen zum 1. Mai

Zentrales Thema auf allen Demontrationen und Kundgebungen zum 1. Mai  in diesem Jahr: der Mindestlohn. Es war der LINKEN gelungen, dieses Thema überall auf die Tagesordnung zu setzen und damit die SPD, die CDU und die Grünen sowieso, in Erklärungsnotstand zu bringen. So auch in Bremen. Es war Helga Ziegert überlassen, als DGB-Vorsitzende und als Sozialdemokratin den 6.000 auf dem Domshof zu erklären, warum die gewerkschaftlichen Forderungen bei der SPD am besten aufgehoben sein sollten. Helga Ziegerts Erklärungen zum Mindestlohn waren sehr gewunden, weil sie im Grunde ja die kämpferische Forderung gegen sich selbst stellen mußte. Weil die SPD den Mindestlohn ja schon längst hätte durchsetzen können. Den meisten Zuhörern war das sicher bewußt, und auch, dass die SPD sogar zu feige ist, ihrer eigenen Kampagne im Bundestag zuzustimmen. Und so hörten die vielen wohl auch nicht so genau der "kämpferischen" Rede zu.

Die Samba-Gruppe trommelte ihre Rhythmen, die Sonne schien wunderbar, man traf sich und unterhielt sich, trank ein schönes Frischbier und genoß diesen herrlichen Mai-Tag vor der Kulisse des ehrwürdigen Bremer Doms.

DIE LINKE war, wie die folgenden Fotos zeigen, wieder optisch überall sehr präsent. Schon am Vorabend waren viele Mitglieder mit dem Bundestagsabgeordneten Axel Troost und vielen Bürgerschaftskandidatinnen und -kandidaten zum Stand der SPD gegangen, um deren Mindestlohn-Kampagne mit ein paar Unterschriften zu unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler, die die SPD engagiert hatte, wunderten sich darüber sehr und hörten unseren Erklärungen mit großem Interesse zu. Richtige, gestandene Sozialdemokraten aus der immer noch mitgliederstärksten Partei aber waren entweder zu Hause geblieben, oder sie gaben sich nicht zu erkennen.

Zu Beginn des Aufmarsches am Osterdeich waren unsere jungen Bürgerschaftskandidatinnen Inga Nitz und Sirvan Cakici so frech und charmant, sich mitten in die SPD-Prominenz zu begeben, und Matthias Platzeck (aus Brandenburg) und  Jens Böhrnsen (aus Bremen) geduldig unser interessantes 11-Punkte-Programm zu erläutern. Zugehört haben sie wohl, aber unwohl war ihnen auch dabei. Man kann es deutlich sehen. (sh)