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18. Mai 2007

Telekom-Streik - Auch am "Brückentag" rund 7.000 im Ausstand

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Freitag mitteilte, haben auch am „Brückentag“ bundesweit rund 7.000 Telekombeschäftigte gestreikt. Sie wehren sich gegen die Forderung der Telekom-Führung, die Einkommen der Mitarbeiter um 20 Prozent zu kürzen und gleichzeitig die Arbeitszeit um vier Stunden wöchentlich heraufzusetzen. Außerdem sollen Neueingestellte künftig für 40 Prozent weniger Lohn arbeiten. „Das werden wir nicht akzeptieren“, betonte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder. „Wir streiten für eine bessere Servicequalität. Dafür braucht es motivierte Beschäftigte. Die sind für weniger Geld und dafür mehr Arbeit nicht zu haben.“

Betroffen von den Arbeitsniederlegungen waren auch am Freitag alle Bereiche, die in die T-Service-Gesellschaft überführt werden sollen, wie z.B. der technische Kundenservice, die technische Infrastruktur und der Callcenterbereich. Nach ver.di-Angaben wachsen die Bearbeitungsrückstände bei den Aufträgen etwa aus den T-Punkt-Läden spürbar. Zudem ist die Störungsbeseitigung erheblich eingeschränkt. Ausdrücklich ausgenommen von den Einschränkungen seien neben den eigentlichen Sicherheitsbereichen wie Feuerwehr, Polizei und Krankenhäuser auch andere Einrichtungen wie Schulen oder Apotheken.

ver.di erwarte ein Signal, dass sich die Telekom-Spitze bewegt: „Nur dann ist es sinnvoll, die Verhandlungen wieder aufzunehmen“, sagte Schröder.

Am Wochenende werden die Streiks in verringertem Umfang fortgesetzt. Für Montag kündigte ver.di eine erneute Streikbeteiligung in fünfstelliger Höhe an.

Die Schwerpunkte der Streiks lagen am Freitag in Bayern mit rund 1.500, in Niedersachsen mit rund 1.100 und in Baden-Württemberg mit rund 1.000 Streikenden. In Hessen und Nordrhein-Westfalen legten jeweils rund 900, in Rheinland-Pfalz und im Saarland rund 750 Beschäftigte die Arbeit nieder. In Berlin-Brandenburg sind rund 500 dem Streikaufruf von ver.di gefolgt.