Pressekonferenz mit Peter Erlanson und Axel Troost
Peter Erlanson (Spitzenkandidat für "DIE LINKE" in Bremen) und Axel Troost (Bundestagsabgeordneter aus Bremen) hatten gestern zur Pressekonferenz in den Presseclub im Schnoor geladen. Thema: Klinikskandal und Public-Private-Partnership für das Klinikum-Mitte.
Peter Erlanson schilderte mit vielen Details und großer Sachkunde die Vorgänge im Bremer Klinik-Konzern, die schon zum Rücktritt bzw. Rausschmiß eines großen Teils des Führungspersonals und der Senatorin Karin Röpke höchstpersönlich geführt hatten. Seine Empfehlungen: endlich solle auch der Spitzenbeamte im Gesundheitsressort, Matthias Gruhl, der an allen Fehlentscheidungen der letzten Zeit beteiligt war, zurücktreten; auf gar keinen Fall zurück zum Einheitsbetrieb und erst recht keinen Einstieg in die Privatisierung durch die geplante PPP für das Klinikum Mitte.
Axel Troost kritisierte grundsätzlich die von der großen Koalition in Bremen und auf Bundesebene betriebene Privatisierungspolitik und präzisierte, was es eigentlich mit einer "Öffentlich-privaten Partnerschaft" in diesem Zusammenhang auf sich habe. Sein einfaches und völlig plausibles Argument: billiger kann eine Lösung mit Privatkapital niemals sein, denn erstens sind die Kreditzinsen für solcher Art Kapitalgesellschaften deutlich höher und zweitens müsse auch noch die geforderte Rendite aufgebracht werden. Nur Schulden können man so besser verstecken.
Der Weserkurier und die Taz waren anwesend und stellten viele Fragen. Unter anderem auch zu Peters zukünftiger Rolle in der Bürgerschaft.
(red/sh)