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24. April 2007 Information

Der Wahlkampf gewinnt an Intensität

Die Kollegen von der NGG warten auf die Mindestlohn-Straßenbahn

Es war viel los auf der Domsheide. Zuerst hatte an der Universität eine Vollversammlung stattgefunden, auf der gegen die Kaputt-Spar-Politik des Senats heftiger Protest artikuliert wurde. Die Studentinnen und Studenten begaben sich danach zur Domsheide, wo schon die Kollegen von Verdi und der Gewerkschaft NGG auf "ihre" Mindestlohn- Straßenbahn warteten.

An der Domsheide
sollte und wollte der Bürgermeister zusteigen, wurde aber erst einmal in heftige Diskussionen mit den Studierenden verwickelt, die ihm sichtlich unangenehme Fragen stellten. Jens Böhrnsen ist zwar sehr smart und bleibt immer cool. Aber eben nur scheinbar, denn manchmal verlor er dann doch etwas die Fassung, als die Studenten sich nicht mit Allgemeinplätzen ("Ich suche den Dialog.") abspeisen ließen. Die Wahlwerbestrategen der SPD hatten sich das ganze "Event" bestimmt ganz anders vorgestellt. Im Mittelpunkt sollte stehen, wie sehr der SPD im Allgemeinen und dem Bürgermeister im Besonderen der Mindestlohn und überhaupt die soziale Frage plötzlich ans Herz gewachsen ist. DIE LINKEN mit ihren roten Westen und Taschen waren einmal mehr unübersehbar präsent. Und ihre 8-Euro-Mindestlohn-Forderung war wohl auch um einiges glaubwürdiger.

Ins Konsul-Hackfeld-Haus

hatte dann am Abend die GEW im Rahmen ihrer Kampagne zur Bürgerschaftswahl zur dritten Diskussionsrunde mit dem Titel "Gesamtschulen stärken" geladen. Im trauten Kreis in der Mitte des Saales gaben die Vertreter von SPD, CDU, Grüne, FDP und DIE LINKE ihre Statements zur Gesamtschulproblematik ab. Die Diskrepanz zwischen Versprechungen vor der Wahl und ihrem Handeln als Regierende war mit Händen zu greifen. Unser Vertreter Jost Beilken mußte einen solchen Ballast nicht mit sich schleppen und versprach eine klare und deutliche Oppositionspolitik gegen das schon fast kaputtgesparte ständische Schulsystem in Bremen.